Silvan Stöckli/ Januar 6, 2019/ Aktivriege/ 0Kommentare

Die diesjährige Turnfahrt startete schon sehr früh am Samstagmorgen, unser schlussendliches Reiseziel war das schöne Arosa in den Bündnern Bergen, um 05:15 besammelten sich alle am Bahnhof Bremgarten. Die Gesichter waren am frühen Morgen noch sehr betrübt, die Augenringe leuchteten heller als die Anzeigetafel der BDB, die noch nicht grossartig mit Fahrten bestückt war.  Als alle im «Bähnli» ihren Platz eingenommen haben, holte Livio sein mitgebrachtes Kafi-Lutz-Set hervor und verteilte die erste Runde. Dies verbesserte die Stimmung schlagartig. Nach vier Stunden Zugfahrt und einigen Umstiegen erreichten wir Davos. Das Wetter und die Motivation konnte nicht besser sein. Da nicht alle perfekt vorbereitet waren, mussten sich die Letzten noch im Coop in Davos eine Verpflegung organisieren. Leider waren wir aber nicht zum Spass in Davos waren und noch 20 Kilometer vor uns hatten mussten wir uns langsam auf die Socken machen und in Richtung Schatzalp Bahn spazieren. Da Michi einen kaputten Fuss hatte, konnte er die Reise nach Arosa mit der Bahn fortfahren. Aber auch die anderen konnten sich freuen, weil der erste Abschnitt der Wanderung mit der Bahn absolviert wurde. Auf den ersten paar Kilometer waren alle noch aufgestellt, zur Verblüffung auch noch, als wir eine Stunde ohne Unterbrechung nach oben wanderten. Doch dann nach 90 Minuten viel schon das erste Fluchwort, obwohl noch nicht mal ein Viertel der Wanderung erreicht wurde. Äusserungen wie «wie lang gohts no? Simmer scho det?», «wieso mache mer das?» waren überall zu hören.

Im Gegensatz zum bezaubernden Wetter und dem nachlas des Alkoholspielgels im Blut, wurde die Stimmung immer betrübter. Die meisten mussten kämpfen  und gingen auch an ihre Grenzen. Weil der weg gut beschrieben war und auf den Wegweiser die noch zu wandernde Zeit stand, wusste jeder wie lange es noch gehen wird und so konnten wir die Kräfte einteilen. Die Gruppe teilte sich auch in ein paar kleinere Grüppchen auf so das man je nach Geschwindigkeit mit jemanden zusammenlaufen konnte. Auch wenn es langsam in den Waden und den Oberschenkel begann zu schmerzen, genossen wir die wunderschöne Aussicht. Die erste gruppe suchte etwa um 13Uhr nach einem Pausenplatz für alle. Zum Glück hatten wir einen geeigneten Platz gefunden und alle konnten ihr mitgebrachtes Essen Vespern. Mit Brot und Fleisch tankten wir nochmals Kraft, um die letzte Etappe zu meistern. Nach einer Stunde Pause wanderten wir wie zuvor in kleinen Grüppchen weiter. Für die erste Gruppe dauerte die 18km lange Wanderung geschlagene 6Stunden.

Endlich angekommen in unserem Wellnesshotel gönnten wir uns zur Feier des Tages ein frisches Bier an der Hotelbar. Um den Muskelkater zu minimieren schlüpften wir in unsere Badehosen und entspannten uns an dem Pool und in der Sauna. Die Stimmung wurde zum Glück wieder besser und alle waren sehr stolz, so eine grosse Wanderung absolviert zu haben.

Am Abend reservierten wir in der Strandbar Arosa, auf Empfehlung vom Hotel, einen Tisch. Für die meisten gab es eine heisse Platte, die jedoch sehr wenig zu bieten gab. Denn die meisten bekamen viel zu wenig Fleisch. Der Wirt bekam dies in Form von einer sehr schlechten Bewertung zu spüren. Der Turnverein Bremgarten schaffte es die Bewertung von 4.5 Sternen auf nur gerade mal 3.5 Sterne zu senken. Nach diesem Frust liessen wir den Abend in der Los Bar ausklingen.

Am Sonntag konnte jeder ausschlafen da nichts mehr auf dem Programm stand. Wir konnten pünktlich die Heimreise antreten und alle waren glücklich.

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